Der Rollout intelligenter Messsysteme läuft bei den Stadtwerken Verden planmäßig. Mit einer Rolloutquote von 29,9 Prozent zum 30. Juni ist das Jahresziel von 30 Prozent bereits nahezu erreicht. 

Gleichzeitig erreichen uns Fragen von Kundinnen und Kunden – insbesondere zu Schreiben privater Anbieter. Wir erklären, wann ein intelligentes Messsystem zum Einsatz kommt und worauf Sie achten sollten.

Roll-out läuft planmäßig

Als grundzuständiger Messstellenbetreiber übermitteln die Stadtwerke Verden der Bundesnetzagentur zweimal jährlich den aktuellen Stand des Rollouts. Zum ersten Stichtag 2026 waren bereits 29,9 Prozent erreicht. Damit ist das Jahresziel von 30 Prozent praktisch schon zur Jahresmitte erfüllt. Der Rollout wird in der zweiten Jahreshälfte weiter fortgesetzt.

Wer bekommt ein intelligentes Messsystem?

Ob ein intelligentes Messsystem eingebaut wird, ist gesetzlich geregelt. Vorgesehen ist der Einbau bei:

  • einem Stromverbrauch von mehr als 6.000 kWh pro Jahr
  • Steuerbaren Verbrauchseinrichtungen nach §14 EnWG wie zum Beispiel Wärmepumpen, Speicher, Wallboxen und Klimageräte mit Anschlussleistung über 4,2 kW
  • Erzeugungsanlagen mit installierter Leistung zwischen 7 kW und 100 kW, beispielsweise Photovoltaikanlagen


Bei steuerbaren Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG ist eine entsprechende Vereinbarung mit dem Netzbetreiber erforderlich.

Für die Ausstattung gelten je nach Inbetriebnahmedatum unterschiedliche Regelungen: Anlagen ab dem 1. Januar 2024 werden im Rahmen der Rolloutplanung mit iMSys und Steuerbox ausgestattet. Anlagen mit Inbetriebnahme ab dem 25. Februar 2025 erhalten diese unmittelbar. Für ältere Anlagen gilt grundsätzlich Bestandsschutz bis Ende 2028.

Auch bei Erzeugungsanlagen zwischen 7 und 100 kW werden Bestandsanlagen entsprechend der Rolloutplanung ausgestattet. Anlagen ab dem 25. Februar 2025 erhalten iMSys und Steuerbox sofort.

Regulärer Einbau oder früher auf Wunsch

Der reguläre Einbau erfolgt entsprechend der Rolloutplanung der Stadtwerke Verden. Sie möchten früher ein intelligentes Messsystem erhalten? Dann können Sie einen vorzeitigen Einbau per E-Mail beantragen. Die einmaligen Kosten betragen 100 €. Die regulären jährlichen Entgelte für den Messstellenbetrieb gelten unabhängig davon.

Dynamischer Stromtarif: iMSys ist Voraussetzung

Wenn Sie sich für den dynamischen Stromtarif entscheiden und dafür einen vorzeitigen Einbau des iMSys benötigen, erheben wir eine einmalige Einbaupauschale von 100 €. Manche Lieferanten übernehmen diese Kosten beim Abschluss eines dynamischen Tarifs allerdings vollständig, sodass der Einbau für Sie ohne Mehrkosten über die Bühne gehen kann. Eine pauschale Aussage ist uns hier leider nicht möglich. Ob dieser Tarif und seine Möglichkeiten etwas für Sie ist und ob die Einbaukosten übernommen werden, erfahren Sie beim Stromlieferanten Ihres Vertrauens.

Achtung bei Schreiben privater Anbieter

Im Zuge des Smart-Meter-Rollouts sind auch Schreiben privater Anbieter unterwegs, die beispielsweise mit einem Einbau für 0 Euro werben.

Unser Tipp: Prüfen Sie solche Angebote genau. Ein kostenlos beworbener Einbau bedeutet nicht, dass auch der laufende Messstellenbetrieb kostenlos ist. Sie müssen den Anbieter nicht aufgrund eines solchen Schreibens beauftragen.

Im Netzgebiet der Stadtwerke Verden sind wir als grundzuständiger Messstellenbetreiber für den Messstellenbetrieb zuständig.

Sie haben Fragen zum Einbau oder zum Messstellenbetrieb?
Das Team Messstellenbetrieb der Stadtwerke Verden hilft Ihnen gerne weiter.

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