Im Zuge des Neubaus der Südbrücke haben die Stadtwerke Verden ihre Trinkwasserleitung und die Stadt Verden ihre Abwasserleitung umgelegt.
Für beide Maßnahmen kam ein besonderes Bauverfahren zum Einsatz: das steuerbare Horizontalspülbohrverfahren. Das klingt sehr technisch, ist aber ziemlich spannend!
Bei diesem Verfahren wird zunächst eine Pilotbohrung mit einem flexiblen Bohrgestänge entlang der zuvor exakt geplanten Trasse durchgeführt. Anschließend wird der Bohrkanal mithilfe eines Räumwerkzeugs schrittweise auf den erforderlichen Durchmesser erweitert. Ist die gewünschte Größe erreicht, wird der vorbereitete Rohrstrang an das Bohrgestänge angeschlossen und durch das Bohrloch unter der Aller eingezogen.
Der große Vorteil dieses Verfahrens: Die neue Leitung kann unter dem Fluss verlegt werden, ohne dass die Aller geöffnet oder umfangreiche Eingriffe in die Natur erforderlich sind. Dadurch werden Umwelt und Gewässer geschont und die Bauarbeiten können effizient umgesetzt werden.
Den eigentlichen Bauarbeiten ging eine rund einjährige Planungs- und Vorbereitungsphase voraus. Die Verlegung der Leitungen erfolgte schließlich vom 16. bis 30. März 2026. Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Firma Bartz aus Walsrode.
Mit der erfolgreich abgeschlossenen Leitungsverlegung ist ein wichtiger Baustein für den Neubau der Südbrücke umgesetzt und die zuverlässige Trinkwasserversorgung auch künftig sichergestellt.