Wenn im Verwell Erlebnisbad die Freibadsaison endet, beginnt die arbeitsintensive Einwinterung. Damit Becken, Technik und Gelände unbeschadet durch die kalte Jahreszeit kommen, hat das Verwell-Team alle Hände voll zu tun.
Es ist ein kühler Herbstmorgen. Schon um 7 Uhr trifft sich das Team zum Briefing im ungewohnt stillen Freibad. „Unsere Hofmeister wissen genau, was bis wann zu erledigen ist“, so Arlind Haxhijaj, Fachangestellter für Bäderbetriebe. Die Einwinterung übernimmt das Verwell komplett in Eigenregie. Bis zu zwölf Mitarbeitende packen dafür mit an: Hofmeister, Haustechniker, Azubis und Fachangestellte.
Viele Handgriffe für einen sicheren Winter
„Zuerst räumen wir alles weg, was nicht winterfest ist“, sagt Haxhijaj. Startblöcke, Sprungbretter und Kaltwasserduschen werden abmontiert, während Liegen, Schirme, Stühle und Bänke sorgfältig gestapelt in den Umkleiden verschwinden, die als Winterlager dienen. Dann sind die Becken an der Reihe. „Wir lassen nur etwa die Hälfte des Wassers ab, um Fliesenschäden zu vermeiden“, erklärt Badleiter Arne Lindhorst. Tauchpumpen halten das Restwasser in Bewegung, damit es nicht einfriert. Die freiliegenden Beckenwände und Beckenköpfe sichert das Team mit speziellen Eisdruckpolstern, Dämmplatten und Folien.
Technik im Ruhemodus
Auch die empfindliche Technik wird heruntergefahren, die Pumpen, Filter und Leitungen werden frostfest gemacht. „Unsere Haustechniker nehmen die Chlorung und pH-Dosierung heraus. Alles, was im Sommer rund um die Uhr läuft, schalten wir ab“, erläutert Haxhijaj. Besonders sensible Anlagen wie die Chlorgastechnik bleiben beheizt. Über den Winter finden Rasenmähen und Laubharken weiterhin statt: „Während der Badesaison schneiden wir Hecken und Bäume regelmäßig zurück, so ist fürs nächste Jahr schon viel geschafft.“
Schritt für Schritt zurück zum Regelbetrieb
Im nächsten Frühjahr beginnt schließlich die Auswinterung. Da diese besonders aufwendig ist, stehen dem Verwell-Team beauftragte Fachfirmen zur Seite. Nichts bleibt dem Zufall überlassen: Eingelagerte Gegenstände werden wieder hervorgeholt, an ihren Platz gestellt und gegebenenfalls anmontiert. Zudem heißt es dann: Rohre freiblasen, Laub entfernen, Becken reinigen, Wasser einlassen – und das Freibad erwacht aus seinem Winterschlaf.